Die Völker von Perinor

Die Menschen

Menschen leben in jedem der vier bekannten Reiche von Perinor. Im Reich von Equitania gibt es nur wenige Fremdrassen. Die Menschen von Equitania waren vor 700 Jahren noch Nomaden, erst mit dem Zuzug von Flüchtlingen aus Galladoria und den Bemühungen des Gründungsvaters Gaius Tiberius, alle Stämme zu eine, wurde die Nomadenkultur im Laufe der Zeit das feudale System das noch heute in Equitania herrscht. Die Menschen haben Vertrauen in das Licht und in ihren Herrscher, das Land ist friedlich und die Menschen sind größtenteils mit ihrem Leben zufrieden.

 

Im Nachbarland Galladoria, dem Reich der Magier, leben auch in erster Linie Menschen. Magier, Hexen und andere Zauberwirker sind hier jedoch wesentlich häufiger vertreten und auch der Anteil an Fremdrassen innerhalb der Bevölkerung, und auch innerhalb der Obrigkeit des Landes, ist höher. Seit den verheerenden Magierkriegen vor über 700 Jahren, die die Flüchtlingswelle nach Equitania auslöste, wird Galladoria vom Konzil der Magier regiert, das versucht den Frieden im Land zu wahren.

 

Die in Markator lebenden Menschen sind im Rahmen der Erschließung des Westens und der Ausdehnung von Equitania aus dem Osten bis nach Markator gezogen. Hier leben die Menschen allerdings nicht frei. Sie sind Diener, Sklaven und Nahrung für die Vampire. Bis auf wenige Ausnahmen kann sich kein Mensch, der in Markator im Herrschaftsbereich der Vampire lebt, wirklich frei nennen. Die Menschen die sich gemeinsam mit den Werwölfen gegen die Vampire erheben sind frei, müssen aber als Loyalisten gegenüber den Werwölfen ebenfalls Garou und seinen Streitern helfen. Im Gegenzug erhalten sie Land, Schutz und Hilfe bei der Versorgung mit Nahrung und Wasser.

 

 

Die Menschen in den Wildlanden lassen sich keiner Kultur zuordnen. Hier herrscht das Recht des Stärkeren und die Menschen hier stammen von überall und nirgendwo. Besonders zu erwähnen sei hier nur der Stamm der Nufren. Ein Nomadenstamm der sich aus dem Süden, jenseits der bekannten Gebiete, zusammen mit einem Orkstamm aufgemacht hat in den Norden, weil ihr Heimatland nicht mehr genug Nahrung zum Überleben bot. Der Stamm hat sich zusammen mit den Orks etwas östlich der Grauen Sümpfe niedergelassen und versucht durch friedlichen Handel und Ackerbau sesshaft zu werden.


Die Elfen

Das alte Volk der Elfen ist ein seltener Anblick auf Perinor. Weit im Südwesten, jenseits der bekannten Gebiete, soll ihre Heimat liegen. Nur wenige Elfen verlassen ihre Heimat. Einige von diesen sind auf der Suche nach einer Insel, die in einer der uralten Sagen des Elfenvolkes erwähnt wird, andere sind ausgezogen um die Welt zu erkunden und mit Geschichten von der „Welt jenseits des Waldes“ nach Jahren in die Heimat zurückzukehren. Die Kultur der Elfen unterscheidet sich sehr stark von der Kultur der Menschen oder Zwerge. Die Elfen leben in ihrer Heimat als ein Kollektiv in dem jeder für das Wohl aller arbeitet. Es gibt keinen Besitz, kein Geld, keinen Handel, Elfen sprechen nur sehr selten von sich, meist sprechen sie für alle.

 

 

Die Elfen, die die Länder der Menschen bereisen, werden häufig nicht müde, mit den Menschen über die verschiedenen Philosophien, die Notwendigkeit von Geld und die Wunder der Natur zu sprechen. Daher werden sie von den Menschen sehr oft als seltsam beäugt. Auch aufgrund ihrer inerten magischen Begabung, die gerade den Menschen in Equitania Angst bereitet. Die meisten Elfen sind jedoch friedvoll und hilfsbereit, haben aber oft Probleme damit die doch sehr hart klingende Sprache der Menschen zu sprechen.


Die Zwerge

Zwerge sind in allen bekannten Reichen von Perinor ein seltener Anblick. Die Zwerge leben sehr zurückgezogen im Zwergenmassiv und in den Wächterbergen. Der Handel mit den Zwergen läuft allerdings von Jahr zu Jahr in den Reichen Galladoria und Equitania besser. Handelsrouten werden ausgebaut, Handelsposten eingerichtet. Hin und wieder lassen sich zwergische Händler sogar für einige Jahre in den Städten der Menschen nieder, um den Handel voranzutreiben. Zwerge werden aufgrund dieser Entwicklungen daher überall als ehrenhafte Kaufmänner wahrgenommen und respektiert.

 

 

Was die Zwerge in ihren Hallen tief in den Bergen tun, ist jedoch außerhalb dieser Hallen kaum bekannt. Zu selten lassen die Zwerge Fremde in ihre Hallen ein. Menschen, die zu einer Zwergenhalle reisen um Handel zu treiben, werden in Tavernen und Gasthäusern vor der Halle beherbergt. So haben sich inzwischen kleine Dörfer vor den Eingängen der großen Zwergenhallen gegründet, die den Handel weiter befeuern und sowohl dem Reichtum der Menschen als auch dem der Zwerge sehr zuträglich sind.


Die Orks

Orks findet man auf Perinor eigentlich nur in den Wildlanden. Weit im Süden, jenseits des auf den Landkarten dokumentierten Gebietes der Wildlande, soll es eine große Population von Orks geben, die teilweise als Nomaden und teilweise in kleineren Dörfern in der Steppe lebt. Die Orks sind traditionell Jäger und Sammler sowie Händler. Die Orks die es in den Norden verschlägt haben sich häufig Banditengruppen angeschlossen und sorgen dafür, dass das Bild des Orks im Norden von Perinor eher dem Bild des blutrüstigen Räubers gleicht, als dem des kämpferischen, aber friedlichen, Steppenvolkes.

 

 

Eine größere Gruppierung von Orks lebt nun seit einigen Jahren im Norden der Wildlande, wo sie sich zusammen mit dem Nomadenstamm der Nufren östlich der Grauen Sümpfe niedergelassen haben. Diese Orks sind kampfstark und oft auch sehr rücksichtslos, doch gemeinsam mit den Nufren, die ein sehr friedfertiges Menschenvolk sind, gelingt es beiden Gruppierungen gemeinsam in den nördlichen Wildlanden eine neue Heimat für sich zu errichten.


Die Vampire

Der Ursprung der Vampire liegt im Dunkel der Vergangenheit begraben. Niemand weiß, wie es begann, woher sie kamen oder wer sie geschaffen hat. Es ist auch durchaus streitbar, Untote, die in der Lage sind, Menschen zu Vampiren zu machen, als eigene Rasse zu bezeichnen. Unumstritten ist jedoch, dass die Vampire die Herrschaft über das Fürstentum Markator innehaben.

 

Die Gesellschaft der Vampire von Markator ist sehr hierarchisch aufgestellt. An Ihrer Spitze steht die Fürstin, Tariah von Markator, Tochter von Markator selbst. Darunter folgt ein Zirkel von Beratern, die jeweils einen Teil des Landes kontrollieren. Einst saßen in diesem Zirkel auch Werwölfe, um ihren Teil des Landes zu vertreten, doch diese Zeiten sind lange vorbei. Vasallen die sich besonders hervorgetan haben, oder Krieger die besonderes Potential haben, werden gezielt von ihrem Dasein als Menschen erlöst, um ihren Herren ewig als einer der ihren Dienen zu können.

 

 

Die Vampire unterscheiden sich kaum von den Menschen, sie sind etwas blässer und ihre Augen haben bisweilen einen rötlichen Schein. Sie sind schneller und stärker als Menschen, doch benötigen sie die Lebensenergie der Lebenden um ihre eigene Existenz zu verlängern. Für junge Vampire ist die Sonne tödlich, umso älter der Vampir jedoch wird, desto weniger Macht hat der Wechsel von Tag und Nacht über ihn, auch wenn er vor Ende der Dämmerung nie in der Lage sein wird, seine volle Macht auszuschöpfen.


Die Werwölfe

Werwölfe gibt es hauptsächlich in Markator. Hier und da hört man zwar Geschichten von Werwölfen die in den anderen Reichen von Perinor gesichtet wurden, aber von Perinor ist ihre Heimat Markator. Die Werwölfe stammen jedoch nicht aus diesen Landen. Sie folgten vor über 500 Jahren dem Ruf von Fürst Markator und schlossen sich seiner Armee im Kampf gegen die Heerscharen des Lichtes an. Man weiß nur, dass sie auf großen Schiffen von Jenseits der See an der Nordküste nahe Nordenstadt diese Länder erreichten, schon damals angeführt von Garou, der sie bis heute führt.

 

Den Sagen nach, die sich über die Jahrhunderte in Perinor verteilten, entstammen sie einem Land in dem humanoide Tiere und Menschen Seite an Seite leben und schon lange vermischt haben. Menschen, mit der Fähigkeit die Gestalt eines Tieres anzunehmen, und Tiere, die die Fähigkeit hatten in menschliche Gestalt zu schlüpfen, Gestaltwandler die der Sage nach den Zorn von Göttern auf sich lenkten und mit einem Fluch gestraften wurden. So sollen die Wolfsmenschen ihre Heimat verlassen haben, in der Hoffnung dem Zorn dieser Götter zu entfliehen.

 

Von der ursprünglichen Kultur der Seefahrer ist den Werwölfen von Markator wenig geblieben. Die Zeit nach dem Fall von Fürst Markator und die Jahrhunderte der Intrigen in Markator hatten sie geprägt. Raubeinig waren sie schon immer, bisweilen schroff, doch ehrenvoll und loyal. Sie vertrauen nur den eigenen und stehen Vampiren, besonders seit Ausbruch des ersten Krieges, reserviert bis offen feindlich gegenüber.

 

 

Werwölfe sind in der Lage sich normal fortzupflanzen, die Kinder zweier Werwölfe werden ebenfalls Werwölfe sein, Halbblüter sind sehr selten. Die Werwölfe vermögen natürlich, Menschen durch ihren Biss ebenfalls die Macht zu geben, sich zu verwandeln, dies ist aber eine besondere Ehre, die die Werwölfe nur selten einem Menschen zu Teil werden lassen, der sich besonders verdient gemacht hat.